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Schülerinnen und Schüler der Regelklassen mit
Lernstörungen oder Lernbehinderungen können nach
einer Abklärung und auf Antrag dem Spezialunterricht
zugewiesen werden. |
Heilpädagogische Ambulatorien / AHB
Ambulant tätige Heilpädagoginnen und
-pädagogen (AHP) unterstützen und beraten Lehrpersonen,
Schülerinnen und Eltern bei Lernschwierigkeiten, Problemen
im Klassenverband, Verhaltens- und sozialen Schwierigkeiten.
In der Regel bittet die Klassenlehrperson die/den AHP um
Unterstützung.
Gemeinsam mit der Lehrperson (oft
auch mit den Eltern, den Logopädinnen und Logopäden, der
Erziehungsberatung, dem Jugendamt etc.) erarbeitet die/der
AHP der Situation angepasste Lösungsvorschläge.
Logopädieunterricht
Die Logopädin/der Logopäde arbeitet
mit Kindern, die primär mit der gesprochenen Sprache Mühe
haben. Zum Beispiel sind das Kinder, die
- bestimmte Laute anders
aussprechen oder weglassen
- für ihr Alter zu wenige Wörter
kennen
- verkürzte, verdrehte oder
falsche Sätze bilden
- die Sprache nicht altersgemäss
verstehen
- stottern oder sehr schnell und
undeutlich sprechen
- dauernd eine auffällige Stimme
haben (zum Beispiel näseln)
Diese Kinder brauchen für ihre
Sprachentwicklung mehr Unterstützung und Zeit als ihre
Klassenkameradinnen und -kameraden. In der Logopädietherapie
wird die Sprache umfassend und gezielt gefördert. Logopädie
ist also weder Nachhilfeunterricht noch Deutsch für
fremdsprachige Kinder. Treten bei einem Kind, das in die
Logopädie kommt, zusätzlich Schwierigkeiten beim Lesen,
Schreiben oder Rechnen auf, berücksichtigt die Logopädin/der
Logopäde in der Therapie auch diese Bereiche.
Die Therapie findet in der Regel
während der Unterrichtszeit statt und ist für die Eltern
kostenlos. Neben Abklärungen und Therapien bietet die
Logopädin/der Logopäde auch Beratungen für Eltern und
Lehrkräfte an.
Psychomotorikunterricht
Der Psychomotorikunterricht bietet
Unterstützung für Kinder mit Auffälligkeiten im Bewegungs-
und Wahrnehmungsbereich. Diese Kinder fallen beispielsweise
im Turnen, im Spiel auf dem Pausenplatz oder bei feineren
Arbeiten im Werken, Basteln, Zeichnen oder Schreiben auf.
Psychomotorische Schwierigkeiten
betreffen einerseits die Bewegung (= Motorik), anderseits
die seelische Befindlichkeit (=Psyche) des Kindes.
Der Unterricht findet in der Regel
einmal wöchentlich in Kleingruppen oder einzeln statt.